Digitalisierung an Schulen: „Erzielte Fortschritte beibehalten“

Klingbeil und Zinke machen sich an den BBS Soltau und Walsrode ein Bild von der Schulöffnung nach den Corona-Einschränkungen   

„Zurück in die Schule“ heißt es in diesen Wochen für viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer: Seit dem 15. Juni werden in Niedersachsen wieder alle Klassen unterrichtet. Kurz vor diesem Datum nahmen auch der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke in einem Klassenzimmer Platz. Die beiden SPD-Politiker machten sich ein Bild von den Schulöffnungsplänen und tauschten sich mit den Schulleitungen der Berufsbildenden Schulen Soltau und Walsrode sowie mit den Elternvertretungen aus.   

Die Tische standen auch für diese Gesprächsrunde weit auseinander – so wie es die Hygienekonzepte für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs vorsehen. Abstandsregeln sind jedoch nicht die einzigen Herausforderungen. „Für Schulen gibt es nun schon seit drei Monaten keinen Normalbetrieb“, wissen Klingbeil und Zinke: Lernen von zu Hause, kleine Lerngruppen, Umgang mit Risikogruppen. Der Bundes- und der Landtagsabgeordnete waren an die BBS Soltau gekommen, um über diese Herausforderungen zu sprechen. „Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schüler brauchen für die kommenden Wochen klare Perspektiven - auch in Hinblick auf Prüfungen und die Fortsetzung von Ausbildungen“, betonten beide.

Situation für Schulen und Eltern
Die Schulleiterin der BBS Soltau, Gaby Tinnemeier, und der Schulleiter der BBS Walsrode, André Kwiatkowski, berichteten den beiden SPD-Politikern von Schwierigkeiten – wie etwa von Schülerinnen und Schülern, die am Anfang der Pandemie ohne technische Ausstattung und mit schlechter Internetverbindung kaum zu erreichen und arbeitsfähig waren. Die Lehrkräfte mussten in diesen Fällen teilwiese telefonieren oder Päckchen mit Arbeitsunterlagen verschicken. Zudem mussten die Schulen mit der Herausforderung umgehen, dass einige Lehrerinnen und Lehrer keine Betreuung für ihre eigen Kinder bekamen. Man habe sich aber auf allen Ebenen bemüht, Lösungen zu finden, so Tinnemeier und Kwiatkowski.  

Auch die Elternvertretungen gaben Einblicke in die Zeit, als sowohl die Kinder von zu Hause lernten als auch einige von ihnen von zu Hause aus arbeiteten. Größtenteils freuten sich die Schülerinnen und Schüler jetzt wieder über die Rückkehr zum Präsenzunterricht und den halbwegs normalen Alltag.

Digitalisierungsschub
Alle Beteiligten waren sich jedoch einig, dass positive Aspekte der vergangenen Wochen beibehalten werden sollten – beispielsweise bei der Digitalisierung. „Die erzielten Fortschritte im Bereich der Digitalisierung sollten jetzt nicht zurückgeworfen werden. Gut funktionierende Strukturen sollten ausgebaut, stabilisiert und in den Post-Corona-Alltag eingebaut werden“, so die Meinung aller Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Hoch funktionsfähige und datenschutzrechtlich akzeptierte Onlinetools etwa würden helfen. Klingbeil und Zinke unterstrichen, dass es richtig sei, die Schulen digital weiter auszustatten und verwiesen auf den DigitalPakt. Insgesamt 5,5 Milliarden Euro wollen Bund und Länder bis 2024 in die Digitalisierung der Schulen investieren. Um Lern- und Unterrichtserfolge auch im Homeschooling zu gewährleisten, stellen Bund und Länder digitale Corona-Hilfen bereit.  „Die Corona-Hilfen im Rahmen des DigitalPaktes können Schulen jetzt noch einfacher und schneller einsetzen. Bund und Land stellen die Fördermittel nämlich ganz unbürokratisch zur Verfügung“, so die beiden SPD-Politiker. „Davon profitieren alle.“

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