Ländlicher Raum

Unser ländlicher Raum als Wohn- und Arbeitsort muss für zukünftige Generationen attraktiv gehalten werden. Nur so werden wir etwas gegen die Landflucht tun können. Dazu darf sich der Staat nicht aus der Fläche verabschieden. Polizei, Justiz oder auch Schulen müssen in der Fläche erhalten bleiben.

Wir müssen das Thema Mobilität in den Mittelpunkt rücken. Unsere Dörfer, Gemeinden und Städte müssen bestmöglich angebunden sein. Die Heidebahn nach Hannover muss in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch attraktiver werden. Langfristig muss die S-Bahn bis in den Heidekreis hineinführen und für kurze Fahrzeiten sorgen.

Auch neue Mobilitätsformen wie die Elektromobilität und das autonome Fahren werden in einigen Jahren fester Bestandteil unseres Verkehrs sein. Unsere Region muss von diesen Neuerungen profitieren können. Wir dürfen nicht die Letzten sein, bei denen diese Entwicklungen ankommen.

Eine gute Breitbandanbindung ist für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort unerlässlich. Die Anstrengungen der Landes- und Bundesregierung sowie vieler Kommunen im Heidekreis zur flächendeckenden Versorgung unserer Region mit schnellem Internet sind richtig. Jetzt muss es zu einer zügigen Umsetzung und zum Anschluss der „weißen Flecken“ im Heidekreis kommen. 

Politik für den ländlichen Raum ist mehr als Landwirtschaftspolitik. Aber ohne eine starke bäuerliche Landwirtschaft geht unsere Kulturlandschaft verloren. Den Landwirtinnen und Landwirten im Heidekreis muss daher eine nachhaltige und umweltschonende, aber auch wirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen sowie eine am Tierwohl orientierte Viehhaltung möglich sein. 

Der Wolf ist in unserer Region inzwischen ein ganz normal vorkommendes Wildtier. Die strengen Naturschutzvorschriften für eine ausgerottete Tierart können daher nicht mehr ausnahmslos gelten. Über die Landes- und Bundesebene muss daher darauf hingewirkt werden, dass Konzepte für eine Regulierung der Wolfspopulation erarbeitet und umgesetzt werden.

Alle Menschen brauchen eine hochwertige, wohnortnahe ärztliche und pflegerische Versorgung. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wird diese Bereiche besonders betreffen. Unsere Krankenhäuser im Heidekreis bilden dabei zwei Ankerpunkte für die medizinische Versorgung unserer Region. Wir müssen weiterhin alles daran setzen, diese Häuser zu erhalten, sie wirtschaftlich zu betreiben und den Anforderungen der Menschen an ein modernes Krankenhaus zu entsprechen. Dazu müssen wir attraktive Zimmer für die Patientinnen und Patienten anbieten können. Wir nutzen dazu das 1,3 Mrd. Euro starke Förderprogramm der Landesregierung. Die geplanten Maßnahmen müssen in den nächsten Jahren zur Umsetzung kommen.

Das Rückgrat einer attraktiven Region sind ihre Städte und Gemeinden. Unsere Kommunen müssen durch einen fairen Finanzausgleich handlungsfähig bleiben und im Rahmen der Raumordnung Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.

 

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