Diksussion zum Verkehrsaufkommen in Bomlitz

Die Walsroder Ortschaften Bomlitz und Benefeld gelten traditionell als Industrie- und Gewerbestandort. Sie bieten zahlreiche Arbeitsplätze und entwickeln sich durch neue Ansiedlungen weiterhin erfreulich. Einhergehend mit den Gewerbe- und Industrieansiedlungen, zeigt sich aber auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Lastverkehr sowie daraus entstehendem Lärm, Abgasen und vermeintlichen Gefahrensituationen. Diesen Umstand nahm sich der hiesige Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke an, um mit verschiedenen Akteuren gemeinsam ins Gespräch zu kommen und über für alle Seiten tragbare Lösungsmöglichkeiten zu sprechen.

Reinhard Kahr, Leiter des Polizeikommissariats Walsrode, konnte eingangs für die Anwesenden einen vergleichenden Bericht zu aktuellen und vergangenen Verkehrsunfallzahlen in diesem Bereich vortragen und feststellen, dass die Unfallzahlen in den Vergleichszeiträumen leicht rückläufig seien, hier aber der Pandemiefaktor nicht zu vergessen sei. Neben der Polizei waren ebenfalls die Ortsvorsteher von Bomlitz und Benefeld Jürgen Hollmann und Armin Welz, Vertreterinnen und Vertreter der SPD-Stadtratsfraktion sowie Anwohnerinnen und Anwohner der Fallingbosteler Straße in Bomlitz anwesend, die sich bereits alle schon länger mit diesem Thema beschäftigen.

Im anschließenden Gespräch diskutierten die Anwesenden verschiedene Sichtweisen und Lösungsbeispiele, die für zeitnahe und langfristige Maßnahmen in Frage kommen könnten, um Industrie und Gewerbe und gute Wohnverhältnisse möglichst in Einklang bringen zu können. So könnten für kurzfristige Maßnahmen mögliche Geschwindkeitsreduzierungen oder Verschwenkungen in der Straßenbahnmarkierung in den Ortseinfahrten oder auch zusätzliche Verkehrsbeschilderungen zur Verkehrslenkung erfolgen. „Wenn wir eine Senkung auf Tempo 30 auf den großen Durchgangsstraßen hinbekommen könnten, wäre das eine richtig gute Lösung für Standort und Anwohnerinnen“, so Sebastian Zinke. „Leider kommt das Verkehrsministerium in Hannover mit einem entsprechenden Modellprojekt in Niedersachsen nicht voran.“ Langfristig benötige man für den Standort aber eine große Lösung für die Lenkung des Verkehrs, so die Teilnehmer. Dazu müsse ein Verkehrsgutachten auf Basis einer Verkehrszählung erstellt werden.

Zinke machte nochmals deutlich, dass diese Maßnahmen keine Einschränkungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sein dürfen und dennoch Gefahren- und Belastungsquellen für Anwohnerinnen und Anwohner bestmöglich reduziert werden müssen. Worin sich alle Anwesenden zustimmend einig waren. „Wir sind Industrieort und wollen Industrieort bleiben“, so der Abgeordnete abschließend. 

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