Der Bau des Hospizhauses ist gesichert

Europa-Staatssekretärin Birgit Honé überbringt Förderbescheid und bezeichnet Dr. Sirus Adari als einen „Alltagshelden“

Übergabe Hospizhaus Dorfmark
Gemeinsame Freude über den Bewilligungsbescheid und den offiziellen Startschuss für die Umsetzung des Projekts „Hospizhaus“: Sebastian Zinke, Oliver Schulze, Dr. Sirus Adari, Herbert Voedisch, Birgit Honé, Pastor Walter Weber, Lars Klingbeil (v.l.). rh/red.

DORFMARK. Hoher Besuch, besonderer Anlass: Die niedersächsische Europastaatssekretärin Birgit Honé persönlich kam nach Dorfmark, um im Heimathaus den Förderbescheid für ein Hospizhaus in Höhe von 500.000 Euro zu überbringen. Vor Ort traf sie mit Dr. Sirus Adari und anderen Vertreten des Hospizhausvereins sowie Vertretern des Johanniterordens und des Johanniterhauses Bremen, Bauherr und Betreiber, zusammen. Der Erste Kreisrat Oliver Schulze, Erster Stadtrat Ralf Tilschner sowie der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und der SPD-Landtagskandidat Sebastian Zinke wohnten der Übergabe bei.

Die kleine Feierstunde galt als offizieller Startschuss für die konkrete Umsetzungsphase, nachdem nun schon seit Jahren nach einem geeigneten Ort und Betreiber für das Hospizhaus gesucht worden war. Die Baugenehmigung liege mittlerweile vor, hieß es, der erste Spatenstich werde nicht lange auf sich warten lassen, nächste Woche sollen die Gewerke vergeben werden, und Ende August sei mit den Bodenarbeiten zu rechnen. Die Bauphase soll rund neun Monate dauern. das Vorhaben wird auf ein Investitionsvolumen in Höhe von zwei Millionen Euro beziffert, die Zuschüsse aus öffentliche und nichtöffentlicher Förderung werden auf rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt, weitere 500.000 Euro stellt ein privater Spender zur Verfügung. Die fehlende Summe bringen die Johanniter und das Hospizhausverein auf. Durch den Bau des Hauses werden acht Einzelzimmer und ein Zimmer für Angehörige sowie Wohnbereich, Büro- und Angestelltenräume und ein Raum der Stille entstehen.

Das Hospizhaus liegt am Rande des Wohngebietes Am Koppelweg. Ein 20-köpfiges Team wird zwölf Vollzeitstellen besetzen. Die Staatssekretärin betonte, dass sich die Landesregierung bemühe, mit den ihr zur Verfügung stehenden Fördermitteln solche Projekte zu unterstützen. Durch die Sterbebegleitung ihrer besten Freundin in diesem Frühjahr wisse sie, wie wichtig es sei, diese Versorgungslücke zu schließen. Sie nannte Dr. Sirus Adari unter dem Applaus der übrigen Teilnehmer einen „Alltagshelden“.

Da das Fördergeld von der Europäischen Union komme, müsse immer wieder auf die Bedeutung Europas für den ländlichen Raum hingewiesen werden – mit dem Hospizhaus werde sichtbar, dass „Europa in Dorfmark angekommen ist“. Der Erste Kreisrat Oliver Schulze würdigte die Leistungen des Hospizhausvereins und sicherte die weitere Unterstützung der Kreisverwaltung zu, „der Heidekreis weiß, was er an dem Verein hat“. Pastor Walter Weber und Herbert Voerdisch von den Johannitern freuten sich, dass „die Anstrengung vieler für ein Hospizhaus jetzt endlich zu einem Erfolg führen“. Die Bevölkerung sehne es herbei.

Quelle: Walsrode Zeitung v. 29.07.2017, von Rolf Hillmann.

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